Dachdeckung mit Metall- Sandwichelementen

Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit

Metall- Sandwichelemente sind tragende und/oder raumabschließende wärmedämmende Bauelemente. Sie bestehen aus einem Stützkern aus FCKW- freiem Polyurethan- Hartschaum (PUR), Polyisocyanurat- Hartschaum (PIR) oder Mineralwolle zwischen ebenen, linierten, mikrolinierten, gesickten oder profilierten Deckschalen aus Metall. Gemäß DIN EN 14509:2013-12/ EN 14509:2013 (D) Seite 134, Ziffer E.5.4 muss die ordnungsgemäße Funktion der Elemente bei Beanspruchung durch die Gebrauchslasten sichergestellt werden (die Gebrauchslast ist die Last, mit welcher die Sandwichelemente über die Nennlast hinaus belastet werden dürfen, ohne dass sich ihre spezifizierten Eigenschaften ändern). Der Gebrauchslastbereich sollte nur in Ausnahmefällen genutzt werden.

Der Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit ist nicht zuletzt durch folgende Zustände charakterisiert:

  • Knittern (örtliches Beulen) einer Deckschicht des Elements ohne daraus resultierendes Versagen;

  • Erreichen einer festgelegten Durchbiegungsbegrenzung.

Liegen keine sonstigen Angaben aus nationalen Normen vor, dürfen bei Dächern die folgenden Richtwerte für die Durchbiegungsgrenzen verwendet werden:

  • Kurzzeit- Belastung Stützweite/200;

  • Langzeit- Belastung Stützweite/100.

Allein darauf kommt es aber nicht an, wenn gemäß EN 14509:2013 Seite 122, D.2.8, bei Abweichungen von der Geradheit, das Grenzabmaß der verlegten Sandwichpaneelen über 5 mm liegt. An solchen Stellen sind Sandwichelemente nicht Gebrauchstauglich.

Beitrag erstmalig veröffentlicht 10. Oktober 2016

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Notüberläufe auf flachen und flachgeneigten Dächern

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EU- Bauproduktenverordnung vom 01.07.2013